Im Arbeitsbereich Motopädagogik
Es ist mittlerweile schon Tradition, dass unsere Konfirmanden im Herbst die Behinderteneinrichtung der Mariaberger Heime in der Nähe von Trochtelfingen besuchen.
Empfangen wurden wir vom Pfarrer der Heime, von Herrn Heppenheimer, der uns bei einem Einführungsvortrag einen Überblick über die Einrichtung, die im Jahr 1846 in dem ehemaligen Benediktinerinnenkloster gegründet wurde, gab.
In kleinere Gruppen aufgeteilt konnten wir uns dann einen kleinen Eindruck von der Arbeit mit behinderten Menschen beim Besuch verschiedener Arbeitsbereiche verschaffen.
Eine Gruppe erhielt einen lebhaften und amüsanten Einblick in den Fachbereich Motopädagogik, in dem Kinder, Jugendliche und Erwachsene bewegungsspezifisch betreut werden. Dort durften wir einige der bei dieser Arbeit verwendeten Geräte mit viel Spaß selbst testen.
Eine andere Gruppe war künstlerisch tätig und gestaltete zusammen mit behinderten Künstlern ein großes Gemälde, das sie uns bei der anschließenden Zusammenkunft stolz präsentierte.
In einem kurzen Film kamen betreute Menschen selbst zu Wort und vermittelten uns einen sehr berührenden und nachdenklich stimmenden Einblick in ihre Alltagswelt, ihr Leben und Arbeiten in den Mariaberger Heimen.
"Wenn die Menschen schweigen, so werden die Steine schreien" (LK,19,40) steht auf dem Mahnmal geschrieben, das vor der Mariaberger Klosterkirche den 61 Menschen aus den Mariaberger Heimen gedenkt, die 1940 von den Nationalsozialisten im Rahmen einer verbrecherischen „Euthanasie“-Aktion ermordet wurden.
Nach dem Mittagessen, zu dem wir von den Mariabergern eingeladen wurden, traten wir frisch gestärkt die Heimreise an.